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Schrein bedeutet:

Da das Wort Schrein fast völlig aus dem Umgangssprachlichen Bereich verschwunden ist, folgt eine kurze Zusammenfassung über die ursprüngliche Bedeutung von Schreinen.
Mit dem Wort Schrein wurde in frühen Übersetzungen eine Lade, ein Kasten oder ein Schrank bezeichnet, was aber wenig über die Art uns Weise der damaligen Benutzung aussagt.
Im mittelhochdeutschem Wort SCHRIN wird die Bedeutung schon etwas genauer definiert:
· Kasten für Kleider und Kostbarkeiten
· Reliquienschrein
· Sarg
· Archivschrank

Das lateinische SCRINiUM bedeutet nicht viel mehr, als eine zylindrische Kapsel, ein rollenförmiges, rundes Behältnis, welches zur Aufbewahrung von Papieren, Büchern und Salben verwendet wurde.
Das lateinische Wort lebt heute noch in dem italienischen Wort SCRIGNO für Schubkästchen und in dem französischen Wort ECRIN für Schmuckkästchen fort.
In den nördlichen Überlieferungen wird das englische SHRINE mit Schrein, Tempel, Altar übersetzt und mit dem altnordischen SKRIN bezeichnete man die sterblichen Überreste eines Heiligen am Hauptaltar einer Kirche.
Wir können davon ausgehen, dass die Bedeutung in den beiden Fällen kirchlich geprägt wurde.

Zur Zeit der Gotik wurden Schreine immer mehr zum Abbild einer Miniaturkirche und man begann damit das eigentliche Kirchengewölbe um diese Schreinkirchen herum zu bauen, um ihnen einen würdigen Ort der Aufbewahrung zu geben.
Die aufwendigsten Schreine waren und sind als Reliquienschreine im Besitz der Kirche. Hier ist der Begriff auch heute noch durchaus gebräuchlich.

Im Alltag wurde der Begriff auf die Fertigung einfacher Holzmöbel übertragen. Der Zimmermann bzw. Holzmeister mußte sich mit dem steigenden Anspruch der Kunden immer mehr spezialisieren. Daraus entstand der Beruf des Tischlers oder wie auch heute noch in Süddeutschland üblich die Berufsbezeichnung Schreiner.

Früher gab es keinen Unterschied zwischen Handwerk und Kunst, die verschiedenen Werkstücke wurden solide gebaut und entsprechend ihrer Bestimmung mehr oder weniger kunstvoll bearbeitet.
Heute gibt der Hamburger Künstler Josef Greiner, der seit 8 Jahren Schreine herstellt, einen Einblick in die Möglichkeiten altes Handwerk mit höchstem künstlerischen Niveau zu verbinden. Zu verschiedenen Themen variiert er gekonnt die ursprüngliche Bedeutung von Schreinen.

Iris Bettermann
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